Mit Köpfchen fest im Sattel

Mit Köpfchen fest im Sattel

Leider kommt es bei Velofahrten auch ab und an zu Stürzen. Um in solchen Fällen schwerwiegende Folgen zu vermeiden, ist der Velohelm ein absolutes Muss. Doch was gilt es beim Kauf eines Helms zu beachten?

Die Schweizer Unfallversicherung Suva setzt sich seit Jahren für das freiwillige Tragen des Velohelms ein. Esther Hess, zuständig für die Velokampagne der Suva, verrät im Interview mit der ŠKODA Velowelt, was einen guten Velohelm auszeichnet.

Woran erkennt man einen guten Helm?
Das kommt darauf an, welche Ansprüche der Käufer an einen Helm hat: ein Alltagsvelohelm bewährt sich, wenn er mit integriertem Rücklicht oder sogar mit Ohrenwärmern für die Winterzeit ausgestattet ist. Manche Käufer bevorzugen leichte und gut belüftete Helme, für andere ist ein cooles Design wichtig. Grundsätzlich gilt es beim Kauf eines Velohelms darauf zu achten, dass dieser gut sitzt, bequem ist und die Sicherheitsanforderungen der Norm EN 1078 erfüllt. Es ist empfehlenswert, den Helm nach einem Schlag oder nach fünf Jahren zu ersetzen.

Worin unterscheiden sich Velohelme?
Die meisten im Fachhandel angebotenen Velohelme erfüllen dieselben standardisierten Sicherheitsanforderungen nach der bereits angesprochenen Norm EN 1078. Oft bieten teurere Velohelme mehr als günstige. Beispielsweise ein leichteres Gewicht, erhöhten Tragkomfort oder grössere Luftöffnungen.

Was ist beim Anziehen eines Helms zu beachten?
Der Velohelm muss waagrecht auf dem Kopf sitzen. Der Helmrand sollte sich zwei Finger breit über der Nasenwurzel befinden. Die seitlichen Bänder sollten so eingestellt sein, dass sich die „Regulierschnalle“ unmittelbar unter dem Ohr befindet. Unter dem Kinnriemen sollte noch knapp ein Finger Platz haben. Der Helm darf nicht rutschen und sollte bequem sein.

Gerade Jugendliche sind schwer für Velohelme zu begeistern. Wie kann man sie motivieren?
Der Velohelm geniesst bei den Jugendlichen tatsächlich keine grosse Akzeptanz. Lediglich ein Drittel trägt regelmässig einen Helm. Obwohl es heute trendige Helme gibt und das Angebot laufend wächst. Das Verhalten der jungen Erwachsenen ändert sich oft erst, wenn im Bekanntenkreis ein tragischer Velounfall passiert ist oder sie selbst Eltern werden. Dann ziehen sie ihren Kindern und sich einen Helm an.

Wie fördert die Suva das Tragen von Velohelmen in der Schweiz?
Die Suva setzt sich seit 1987 mit auffälligen Kampagnen – ohne Zeigefinger – für die Förderung des freiwilligen Helmtragens ein. Mit Erfolg: Seit 1994 ist die Helmtragquote von 4 Prozent auf 43 Prozent gestiegen. Zudem führt die Suva jeden Frühling eine Velohelm-Aktion für Suva-versicherte Betriebe und Schulen durch. An den Aktionstagen können Suva-Velohelme zu Sonderkonditionen gekauft werden.

Mehr Infos auf: der Suva Website

Der Velohelm ist auch bei der Fahrt ins Büro dabei.

Sicher ankommen

Auch bei kurzen Strecken und im Stadtverkehr gehört ein gut sitzender Velohelm zur Grundausrüstung jedes Velofahrers.

Jugendliche legen bei der Wahl des Helmes viel Wert auf einen guten Look.

Das Auge fährt mit

Nur ein Drittel der Jugendlichen trägt regelmässig einen Velohelm. Coole Velohelme in modernem Design sollen einen Anreiz bieten und verstärkt zum Tragen von Helmen motivieren.

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